Fredericksburg

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Texas ist ein sogenannter Majority-Minority-State, d.h. Menschen mit lateinamerikanischer Abstammung stellen mit 40,2% gegenüber 39,8% Weißen die Mehrheit. Im 19. Jahrhundert gab es viele verschiedene Gruppen, die im Zuge der Expansion nach Westen in Texas eingewandert sind.

Ein Teil des Pioneer Museums in Fredericksburg.
Ein Teil des Pioneer Museums in Fredericksburg.
St. Mary's Church in Fredericksburg.
St. Mary's Church in Fredericksburg.

Eine große Einwanderergruppe waren auch Deutsche die vor und nach der 1848er Revolution Deutschland verlassen hatten. Die Auswanderung wurde durch den „Mainzer Adelsverein“ organisiert, der mit einem ersten Siedlertreck 1846 Fredericksburg (nach Friedrich von Preußen) gründeten. Die Siedler schlossen den einzigen nicht gebrochenen Friedensvertrag mit den ortsansässigen Comanchen ab, der bis heute mit einem jährlichen Powwow gefeiert wird. Fredericksburg hat sich immer gegen den Sklavenhandel ausgesprochen und hatte darunter in den Südstaaten während des Sezessionskriegs stark zu leiden.

Die Bibliothek der Stadt in einem historischen Gebäude.
Die Bibliothek der Stadt in einem historischen Gebäude.
Einfach lecker der Laden - zum Probieren und Schlemmen.
Einfach lecker der Laden - zum Probieren und Schlemmen.

In Texas hielt sich auch lange Zeit das Texasdeutsch, was um 1940 ca. 160.000 Sprecher hatte, heute aber vom Verschwinden bedroht ist. Fredericksburg ist sehr stolz auf seine deutschen Wurzeln. Es gibt noch viele deutsche Straßennamen oder Namen von Geschäften. In Restaurants gibt es deutsche Gerichte (oder was dafür gehalten wird). Einmal im Jahr wird natürlich auch ein Oktoberfest gefeiert.

Ein deutsches Restaurant neben dem anderen.
Ein deutsches Restaurant neben dem anderen.
Deutsche Gerichte oder was man dafür hält.
Deutsche Gerichte oder was man dafür hält.

Die Stadt ist unglaublich gemütlich und heute durch Obst- und Weinanbau geprägt. Geparkt wird einfach entlang der Hauptstraße. Es gibt ein tolles Pioneer Museum, was die Geschichte der Stadt und den Eintritt in einige der historischen Gebäude beinhaltet. Am Marktplatz (heißt wirklich so) befindet sich die Bibliothek und die historische Vereinskirche.

Die Vereinskirche auf dem Marktplatz von Fredericksburg.
Die Vereinskirche auf dem Marktplatz von Fredericksburg.
Typischen Häuserfront der Südstaaten entlang der Hauptstraße.
Typischen Häuserfront der Südstaaten entlang der Hauptstraße.

Die Hauptstraße ist lang und war zu meiner Zeit auch gut besucht. Alles war sehr entspannt und erinnerte an einen gemütlichen Kleinstadtbummel. Ein besonderes Geschäft muss ich erwähnen, weil ich mich darin sehr lange aufgehalten habe. Der „Rustlin Rob’s Texas Gormet Foods“ Store verkauft würzige Soßen und Dips in allen Geschmacksrichtungen. Der Laden ist riesig und an jedem Regal kann alles probiert werden. Von süß, über würzig bis extrem spicy. Natürlich gibt es hier auch die für Texas so typischen Barbecuesoßen. Ich habe mich sehr lange in dem Laden aufgehalten und geschlemmt (ähm probiert), war danach gut satt, hatte aber auch einiges käuflich erworben. Ende der Werbung.

Hier in Fredericksburg hätte ich wirklich gern mehr Zeit verbracht, aber ich musste weiter nach Austin.

Stand: 27.08.2026 | Text + Bilder: Camillo | v7
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