Maribor, Zagreb
Gern wären wir länger geblieben … Graz – eine spannende Stadt, aber wir mussten weiter ins 60 km südlich gelegene Maribor, um für die heutige Nacht eine Pause einzulegen.

Maribor

Die zweitgrößte Stadt Sloweniens ist Maribor und bildet mit der zweitgrößten Stadt Österreichs eine grenzüberschreitende Europaregion. Die Stadt mit heute etwas mehr wie 100.000 Einwohnern wurde 1164 erstmals erwähnt und war lange Teil Österreichs, später Jugoslawiens und gehört heute zu Slowenien.


Die Stadt an der Drau besitzt eine kleine Altstadt, wo alles zu Fuß erreicht werden kann. Um zu unserem Hostel mitten in der Fußgängerzone zu gelangen, mussten wir einen Poller öffnen lassen, fuhren zwischen Ständen auf dem Grajski trg hindurch und verschwanden in einem Torbogen hinter dem sich dann ein kleiner Parkplatz verbarg. Zentraler geht nicht.


Am späten Nachmittag und am Abend durchquerten wir die Altstadt und besuchten den Hauptplatz (Glavni trg) mit Pestsäule. An der ruhig dahinfließenden Drau, befindet sich die älteste Weinrebe der Welt. In den letzten 400 Jahren hat der Weinstock an der alten Stadtmauer zahlreiche Brände und Reblausbefälle überstanden. Heute werden jedes Jahr ca. 100 exklusive Flaschen Wein abgefüllt.


Wir folgten der Stadtmauer Richtung Westen, umrundeten den mächtigen Reckturm und besuchten die Domkirche und die prächtige Franziskanerkirche mit Kreuzgang. Besonders die Franziskanerkirche lädt zum längeren Verweilen ein.

Zagreb
Die Nacht im Hostel ohne Klimaanlage war sehr warm. Wir waren früh wach und setzten unsere Reise in den Süden fort. Da wir heute „nur“ 550 km vor uns hatten, legten wir bereits nach 100 km schon wieder den nächsten Stopp ein.


Zagreb mit ca. 750.000 Einwohnern ist die Hauptstadt von Kroatien. Der Altstadtkern verteilt sich auf die Oberstadt (Gornji Grad, Regierung, Handwerker) und auf die Bischofsstadt (Kaptol) auf zwei benachbarten Bergspornen. Die jüngere Unterstadt (Donji Grad) verbindet über den Ban-Jelačić-Platz beide Zentren.


Wir parkten in der Oberstadt und schlenderten durch enge Gassen zur St. Markuskirche, die mit ihren farbigen Wappen (Links: Kroatien, Dalmatien, Slawonien, Rechts: Stadt Zagreb) auf dem Dach eindeutig an den Stephansdom in Wien erinnerte. Leider war hier eine großflächige Baustelle und der Markusplatz konnte nur am Rande betreten werden. Die Kirche war nicht erreichbar.

Über das Steinerne Tor mit Marienschrein verließen wir die Oberstadt und stiegen vorbei am liegenden „Gulliver“ hinauf nach Kaptol. Gern wollten wir die Kathedrale von Zagreb besichtigen, aber auch diese war komplett eingerüstet und sehr weiträumig abgesperrt. Wieder eine Baustelle! Wenn außen gebaut wird, warum kann die Kirche nicht von Innen besichtigt werden? Etwas enttäuscht kehrten wir über den Ban-Jelačić-Platz zum Auto zurück.