Auf der Cetina nach Omiš

Wie schon im letzten Jahr hatten wir auch dieses Jahr wieder unsere SUPs im Kofferraum, um die Flüssen, Seen und das Meer vom Wasser aus zu erkunden. Eine Empfehlung war der Unterlauf der Cetina bis zur Mündung bei Omiš in die Adria zu befahren.
Die Cetina ist ein ca. 100 km langer Fluss, der durch verschiedenste Landschaftsformen fließt – Sümpfe, Canyons und auch immer wieder Wasserfälle. Im oberen Teil ist die Cetina eher zum Rafting geeignet, aber dort wo die Rafting Touren enden, an Radmanove mlinice, wird der Fluss breiter und fließt die letzten ca. 6 km gemächlich bis nach Omiš.


Wir parkten an Radmans Mühle und ließen die SUPs zu Wasser. Der Fluss war zunächst klar, flach und schmal. Bei leichter Strömung folgten wir dem Flussverlauf. Schnell merkten wir, dass wir nicht alleine unterwegs waren, denn es waren sehr viele kleine Passagierboote unterwegs, die mit ihren Wellen wenig Rücksicht auf SUPs nahmen. Immer wieder teilte sich die Cetina in kleinere schmale Arme, die nicht von motorisierten Booten befahren werden konnten.



Nach einer engen Kurve durchbrach die Cetina hohe Felswände und verbreiterte sich dann deutlich. Wir stellten jedoch schnell fest, dass die hohen Wände des Tals unsere Fahrt zu einem Ausflug durch einen Windkanal mit Gegenwind machten. Wind und Wellen schlugen uns entgegen und wir kamen nur noch langsam am Ufer voran. Wir paddelten aber dennoch weiter … unser ursprünglicher Plan war bis nach Omiš zu paddeln. Dort hätte ich dann ein Taxi genommen und hätte das Auto geholt, um später die SUPs einzuladen. Wir mussten jedoch feststellen, dass der Wind eher noch zunahm und es einfacher war sich vom Wind zurück zur Mühle „schieben“ zu lassen. Wir teilten uns auf. Ich paddelte noch bis fast nach Omiš, kehrte um und gemeinsam paddelten wir zu Radmans Mühle zurück.



Die SUP-Tour war schön und die Landschaft sehr wild. Nur mit dem heftigen Wind hatte niemand gerechnet. Zur Erholung fuhren wir im Anschluss nach Omiš und gönnten uns ein leckeres Eis. Omiš war in der Vergangenheit lange als Piratennest bekannt und sogar Venedig und Ragusa mussten sich freikaufen, bis Venedig den Ort 1444 erobern konnte. Die Altstadt ist venezianisch geprägt und wird von zwei Festungen überragt.





Innerhalb der Stadt kann die Festung Tvrđava Mirabela (Peovica), erbaut im 13. Jahrhundert, oberhalb der Altstadt leicht erreicht werden. Steile Stufen führen in den Aussichtsturm, der eine grandiose Aussicht über die Stadt und die Küste erlaubt. Unbedingt sehenswert! Oberhalb der Stadt auf ca. 300 Meter Höhe befindet sich die Starigrad aus dem 15. Jahrhundert. Der Aufstieg und Rundweg ist deutlich länger und bei dem sommerlichen Wetter unglaublich anstrengend. Wir haben nur die untere Burg besucht.