Split und die Römer

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Blick von der Festung Klis über die Stadt Split.
Blick von der Festung Klis über die Stadt Split.

Die heimliche Hauptstadt Dalmatiens ist die zweigrößte Stadt Kroatiens – Split. Bei einem Besuch in Mitteldalmatien kommt man um einen Besuch von Split nicht herum. Ähnlich wie Dubrovnik ist Split einer der Hotspots an der Adria. Es lohnt sich früh aufzustehen und sich schon im Vorfeld über Parkplätze Gedanken zu machen.

Die Burgmauern und Eingang der Festung Klis - I.
Die Burgmauern und Eingang der Festung Klis - I.
Die Burgmauern und Eingang der Festung Klis - II.
Die Burgmauern und Eingang der Festung Klis - II.
Die Burgmauern und Eingang der Festung Klis - III.
Die Burgmauern und Eingang der Festung Klis - III.

Split ist eine alte Stadt. Ursprünglich im 4. oder 3. Jahrhundert vor Christus als griechische Kolonie neben der zur gleichen Zeit existierenden römischen Siedlung Salona gegründet. Um 300 nach Christus baute der römische Kaiser Diokletian, der freiwillig abdankte, hier seinen Altersitz. Standesgemäß baute er eine riesige Palastanlage mit Villen, Bibliotheken und Militärunterkünften umgeben von einer mächtigen Mauer. Nach dem Tod des Kaisers bildete der Palast immer wieder Schutz vor Angreifern – so auch im 7. Jahrhundert vor den Awaren und Slawen. In den kommenden Jahrhunderten wurde der Palastkomplex immer mehr zur Stadt umgewandelt und bildet heute den einen Teil der mittelalterlichen Altstadt von Split. Das Mausoleum des Kaisers wurde in eine Kathedrale umgewidmet.

Peristyls - der rechteckige Säulenhof vor der Kathedrale von Split.
Peristyls - der rechteckige Säulenhof vor der Kathedrale von Split.
Der Turm der Kathedrale von Split - ehemaliges Mausoleum.
Der Turm der Kathedrale von Split - ehemaliges Mausoleum.
Platz der Republik mit wartenden Rikschas.
Platz der Republik mit wartenden Rikschas.

Unsere Anreise erfolgte über die Autobahn mit einem Zwischenstopp an der Burg Klis, die auch ohne Eintritt schon einen unglaublich tollen Blick über Split und die ganze Umgebung bietet.

Um es nett auszudrücken - die Parkplatzsituation in Split ist sehr angespannt. Es gibt viele Parkplätze, wo wild kreuz und quer geparkt wird und Kratzer als Souvenir gesammelt werden oder man selbst für die erste Stunde zahlen muss, auch wenn man gar keinen freien Platz gefunden hat. Wir entschieden uns in einem kleinen Parkhaus am Hafen unterhalb des Marjan zu parken – nicht ganz günstig, aber dafür sicher.

Blick über die Dächer der Altstadt bis zum Marjan.
Blick über die Dächer der Altstadt bis zum Marjan.
Woher kommen wohl die vielen Touristen?
Woher kommen wohl die vielen Touristen?

Der Weg in die Altstadt führte im Hafenbecken entlang, wo mehrere große Kreuzfahrschiffe angelegt hatten. Vorbei am Platz der Republik folgten wir den Menschenmassen durch die mittelalterlichen Gassen über dem Volksplatz (Narodmi trg) bis zum Eingang in den Diokletianspalast. Der Weg war nicht schwer zu finden, weil wirklich Massen an Menschen in großer Hitze unterwegs waren. Am Peristyls, einen rechteckigen Säulenhof, vor der Kathedrale war gar kein Durchkommen mehr. Für jede Besichtigung musste separat ein nicht gerade günstiges Ticket gekauft werden. Wir entschieden uns gegen die Kathedrale, dafür aber für den ca. 60 Meter hohen vom 13.-16. Jahrhundert erbauten Glockenturm. Von oben hatten wir einen tollen Blick über die Altstadt, den Hafen und den Berg Marjan.

Unglaublick toller, abgelegener, schattiger Schnorchelsplot.
Unglaublick toller, abgelegener, schattiger Schnorchelsplot.
Vor ein paar Wochen gab es hier noch heftige Waldbrände.
Vor ein paar Wochen gab es hier noch heftige Waldbrände.
Verkohlte Bäume und Schilder nach den Waldbränden.
Verkohlte Bäume und Schilder nach den Waldbränden.

Leider war es einfach überall nur voll, heiß und stickig. Wir umrundeten einmal die Kathedrale, liefen durch das etwas kühlere Kellergewölbe und traten dann die Flucht nach vorn zurück in den Hafen an. Mit der Hitze und den Menschenmassen war es leider nicht anders auszuhalten. Gern hätten wir mehr Zeit gehabt.

Auf dem Rückweg fuhren wir die Jadranska Magistrala (Küstenstraße) zurück nach Makarska und fanden dabei kurz nach Omiš einen tollen abgelegenen Strand mit nicht ganz leichtem Zugang an der steilen Küste. Neben Schatten gab es hier fast Einsamkeit, aber vor allem unglaubliche Klippen zum Schnorcheln.

Der Strand Vruja mit Aussicht über die Küste Richtung Süden.
Der Strand Vruja mit Aussicht über die Küste Richtung Süden.
Stand: 01.09.2025 | Text: Camillo | Bilder: Camillo, Christine* | v7
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