Brač und das Goldene Horn

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Die Insel Brač ist die größte Insel Dalmatiens und ist mit einer Größe von 40 x 12 km die drittgrößte Insel der Adria. Die Insel ist sehr bergig und erreicht schnell Höhen von 500 Meter. Entlang der Küste, aber auch im Inselinneren gibt es zahlreiche kleine Ortschaften. Der Hauptort der Insel ist Supetar mit Fähranbindung nach Split.

Hafeneinfahrt nach Makarska von der Fähre aus.
Hafeneinfahrt nach Makarska von der Fähre aus.
Rückwärts auf die kleine Fähre nach Brač.
Rückwärts auf die kleine Fähre nach Brač.

Für unseren Ausflug nach Brač wählten wir die Fähre von Makarska nach Sumartin. Die Autofähre war wirklich klein und nicht zum vorwärts Durchfahren gedacht. Alle Autos mussten rückwärts auf die Fähre hochfahren und in den schmalen Gassen einparken. Wirklich eine Herausforderung! Nach einer Stunde bei der Ankunft in Sumartin konnte die Fähre wieder vorwärts verlassen werden.

Blick vom Vidova Gora hinab nach Bol und dem Golden Horn.
Blick vom Vidova Gora hinab nach Bol und dem Golden Horn.
Der Gipfel des Vidova Gora mit Blick nach Hvar.
Der Gipfel des Vidova Gora mit Blick nach Hvar.

Unser erstes Ziel war der höchste Berg aller kroatischen Inseln. Der Vidova Gora (778 m) kann recht einfach über die von Ost nach West verlaufende Inselstraße erreicht werden. Ein Stück vor Nerežišća gibt es einen Abzweig auf eine schmale Straße, die direkt zum Wanderparkplatz führt. Schon vom Parkplatz aus eröffnet sich ein grandioser Blick über die Inselwelt in der Ferne und über den Ort Bol mit dem Goldenen Horn direkt unterhalb des Gipfels. Der asphaltierte Weg hinauf auf dem Gipfel führt 500 m durch einen schattigen Wald bevor dann ein großer wenig ansehnlicher Funkmast erreicht wird. Etwas entfernt befinden sich verfallene Unterkünfte und ein schönes Gipfelkreuz (Votive cross). Der Vidova Gora kann auch in ca. 2,5 Stunden von Bol aus bestiegen werden, wovon im Sommer bei Temperaturen oft jenseits der 35°C abzuraten ist.

Traumhafte Badebucht am Dominikanerkloster von Bol.
Traumhafte Badebucht am Dominikanerkloster von Bol.
Dominikanerkloster in Bol - ein guter Schnorchelspot.
Dominikanerkloster in Bol - ein guter Schnorchelspot.

Das Goldene Horn (Zlatni rat) ist eine Landzunge aus Kieselsteinen, die mit der Strömung und dem Wasserstand immer wieder langsam die Form verändert und mal in die eine und mal in die andere Richtung zeigt. Wir wollten den Strand gern einen kurzen Besuch abstatten, allerdings fingen die Parkpreise erst bei 10 € an, was uns dann für einen kurzen Besuch an einem Strand ohne Schatten doch etwas zu viel war.

Der Hafen von Bol mit Vidova Gora (links).
Der Hafen von Bol mit Vidova Gora (links).

Wir parkten stattdessen auf der anderen Seite von Bol und gingen am traumhaften Strand Kotlina baden. Es gab Schatten unter großen Bäumen, es war sehr felsig, aber das Wasser war sehr klar und ideal zum Schnorcheln. Am anderen Ende des Strandes befindet sich das Dominikanerkloster von Bol an dessen Klippen ebenfalls tolle Schnorchelspots zu finden waren. Der kleine malerische Hafen kann vom Strand aus in 10 Minuten erreicht werden. Neben den kleinen Booten gibt es Restaurants und Souvenirgeschäfte.

Der Hafen von Bol auf der Insel Brač.
Der Hafen von Bol auf der Insel Brač.
Blick hinab nach Bol. Insel Hvar am Horizont.
Blick hinab nach Bol. Insel Hvar am Horizont.
Die Bucht von Povlja mit Biokovo-Massiv im Hintergrund.
Die Bucht von Povlja mit Biokovo-Massiv im Hintergrund.

Am Nachmittag fuhren wir langsam zurück zur Fähre mit einem kleinen Stopp oberhalb des Ortes Povlja mit malerischer Bucht. Hier befand sich im Schatten ein kleiner Picknickplatz – perfekt um bei den heißen Temperaturen eine gekühlte Wassermelone zu verspeisen.

Die Insel Brač ist deutlich entspannter wie das Festland. Es macht Sinn hier auch zu übernachten und die Insel langsam und in Ruhe zu erkunden. Für eine Tagestour sollten unbedingt die Fährzeiten beachtet werden, denn auch im Sommer fahren nicht allzu viele Fähren. Die Fähren nach Makarska sind klein und sollten nicht verpasst werden.

Stand: 01.09.2025 | Text: Camillo | Bilder: Camillo, Christine* | v7
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