Vošac (1421 m) - 05/07/2025

Nach weiteren 1 Stunde und 45 Minuten wird die obere „Kante“ der Felswand mit dem Aussichtspunkt Štrbina (1338 m) erreicht. Von hier besteht ein herrlicher Blick auf die Küste, die langsam aufgehende Sonne und die vorgelagerten Inseln Brač und Hvar. Im Innenland erheben sich lichter Nadelwald und immer wieder karge Kalkgesteinsstellen, die sich in einiger Ferne bis zum Sveti Jure mit dem großen Sendemast hinaufziehen. Der höchste Gipfel des Gebirges sieht „gefühlt“ sehr nah aus, obwohl noch mehrere Stunden zu laufen wären.
Der Weg zum Vošac führt linkerhand auf den schon von Anfang sichtbaren Gipfel hinauf. Jetzt wird auf den Wegweisern nicht mehr der Gipfel sondern die Berghütte „Toni Roso“ ausgewiesen. Nach ca. 3 h war der Gipfel erreicht. Der Aufstieg erfolgt auf der Westseite, so dass ich bis zum Erreichen der Kante komplett im Schatten gelaufen bin und jetzt auf dem Gipfel die ersten Sonnenstrahlen genießen kann. Ein Großteil der Küste erstrahlte jetzt im Sonnenlicht und eine gute Fernsicht war möglich. Die Berghütte aus massivem Stein ist nicht bewirtschaftet, aber ist gibt Bänke für eine Brotzeit und um die Aussicht zu genießen.


Der Abstieg erfolgt über die gleiche Route wie der Aufstieg. Ab dem Aussichtspunkt Štrbina hatte ich Glück und konnte wieder im Schatten zu laufen, weil der komplette Westhang noch nicht beschienen wurde. Der Abstieg geht deutlich schneller, zieht sich aber dennoch in die Länge. Eine halbe Stunde vor der Rückkehr nach Makar lag die komplette Bergseite unbarmherzig in der Sonne. Obwohl ich abstieg, aber schon mehr als 1000 Höhenmeter in den Beinen hatte, strengte die Sonne sehr an. Ich kam nur noch langsam voran und brauchte auf den letzten Metern mehrere Pausen. Unglaublich diese Hitze und gut, dass ich so früh losgegangen war.


Der gesamte Weg ist 10 km lang, überwindet 1200 Hm und ich habe 5,5 Stunden benötigt. Der Weg ist gut beschildert, hervorragend ausgebaut und leicht zu gehen. Bergschuhe und Trittsicherheit sind zum Empfehlen. Absolut nicht zu unterschätzen ist die Hitze und die Sonne im Sommer. Es gibt keinerlei Möglichkeit Wasser aufzufüllen und wenn die Sonne erst mal hoch genug steht, gibt es keinen Schatten mehr bis zum Abend.
Alternativ kann für den Abstieg ein ähnlich langer Weg nach Kotišina gewählt werden.