Los geht’s & Graz

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Das Luegghaus mit Stuck am Ende der Hofgasse am Hauptplatz.
Das Luegghaus mit Stuck am Ende der Hofgasse am Hauptplatz.

In den zurückliegenden kalten und grauen Wintermonaten dachten wir oft an unsere Zeit letztes Jahr in Istrien zurück. Bei unserer Reise entlang der nördlichen Adria mit Istrien und Venedig schien immer die Sonne, das Wasser war warm und wir genossen das SUPen und schnorcheln. Wir hatten dieses Jahr Lust noch mehr von der Adria entlang der dalmatinischen Küste zu entdecken.

Das ehemalige Königreich Dalmatien gehörte zunächst zur Republik Venedig und war bis 1918 eines der Kronländer von Österreich / Ungarn. Dalmatien erstreckte sich dabei im Norden von der Insel Pag bis zur Bucht von Kotor im heutigen Montenegro. Heute ist Dalmatien lediglich noch eine historische Region und erstreckt sich über mehrere Gespanschaften in Kroatien und auf Teile der Küsten Montenegros.

Entlang der Hofgasse zum Hauptplatz.
Entlang der Hofgasse zum Hauptplatz.
Das Grazer Rathaus am Hauptplatz mit ein paar Verkaufsständen.
Das Grazer Rathaus am Hauptplatz mit ein paar Verkaufsständen.

Der Weg nach Dalmatien ist weit. Unsere Anreise begann in den frühen Morgenstunden über Prag, Brünn und Wien. Am Sonntagmorgen waren die Straßen frei und wir kamen ohne Stau sehr zügig voran und hatten noch die Zeit einen ungeplanten Stopp in der Landeshauptstadt der Steiermark einzuschieben.

Graz

Schlossbergplatz mit Aufstieg zum Uhrturm und Tunneleingang.
Schlossbergplatz mit Aufstieg zum Uhrturm und Tunneleingang.

Vor sehr vielen Jahren (2003) war ich bereits einmal in Graz. Es war das Ende des Winters, alles grau und verregnet, aber an den markanten Uhrturm auf dem Schlossberg konnte ich mich noch erinnern.

Auf dem Kriegssteig 260 Stufen nach oben.
Auf dem Kriegssteig 260 Stufen nach oben.
Blick vom Kriegssteig über die roten Dächer der Stadt.
Blick vom Kriegssteig über die roten Dächer der Stadt.
Kurz vor dem berühmten Grazer Uhrturms.
Kurz vor dem berühmten Grazer Uhrturms.

Am Sonntagnachmittag war wenig los. Wir konnten direkt in der Nähe des Burgrings am Rande der Altstadt parken. Zu Fuß folgten wir der Hofgasse bis zum Hauptplatz von Graz. Die Häuser aus dem 16. Jahrhundert waren prächtig verziert, besonders das Luegghaus am Ende der Sporgasse mit der reichen Stuckfassade und den Laubengängen. Am Hauptplatz befindet sich das imposante Rathaus aus dem 19. Jahrhundert, was die Bedeutung der zweigrößten Stadt Österreichs repräsentiert. Der Marktplatz mit seinen vielen kleinen Ständen ist noch heute eines der wichtigsten Zentren der Stadt.

Wir folgten der Sackstraße zum Schlossbergplatz. Am Ende des Platzes erhob sich weit oben der markante Uhrturm. Der Schlossberg kann über einen Lift, eine Bergbahn oder über 260 Stufen erstiegen werden. Da wir heute schon sehr viel im Auto gesessen hatten, war es Zeit sich ein wenig die Beine zu vertreten.

Das Häusermeer des Grazer Beckens vom Schlossberg.
Das Häusermeer des Grazer Beckens vom Schlossberg.
Grazer Uhrenturm ist 29 m hoch und Ziffernblatt auf 5 m Durchmesser.
Grazer Uhrenturm ist 29 m hoch und Ziffernblatt auf 5 m Durchmesser.

Der Kriegssteig hinauf zum Turm wurde im ersten Weltkrieg angelegt. Vor dem Uhrturm befindet sich eine Terrasse voller Blumen mit herrlichem Blick über die Dächer der Stadt. Das Wahrzeichen der Stadt ist 29 Meter hoch und das Ziffernblatt der Uhr hat einen Durchmesser von 5 Metern. Bei genauerer Betrachtung, erscheint die Uhr jedoch komisch. Die Zeit ist richtig, aber geht irgendwie anders. Die Größe von Stunden- und Minutenzeiger sind vertauscht. Ursprünglich gab es nur einen großen Stundenzeiger. Der Minutenzeiger kam erst später dazu. Der große Zeiger zeigt die Stunden an und der kleine Zeiger die Minuten.

Die Murinsel mit Schlossberg.
Die Murinsel mit Schlossberg.
Durch den Schlossbergtunnel zurück zum Parkplatz.
Durch den Schlossbergtunnel zurück zum Parkplatz.

Auf unserem Weg zurück zum Auto besuchten wir noch kurz die schwimmende Murinsel und durchquerte den 175 Meter langen Schlossbergtunnel, der angenehm kühl 32 Meter in die Höhe führte. Im 2. Weltkrieg wurde unter dem Schlossberg ein 6,3 km langes Luftschutzbunkersystem für bis zu 50.000 Personen angelegt.

Stand: 01.09.2025 | Text: Camillo | Bilder: Camillo, Christine* | v7
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